Die Menschen hinter unseren Organisationen

Diese Seite widmen wir den Menschen, die hinter unseren Partnerorganisationen stehen. Menschen, die sich mit viel Energie und Leidenschaft für ihre Organisation und die Gesellschaft einsetzen. Was treibt sie an? Was ist ihre Motivation? Warum gerade dieses Engagement? 

In kurzen Portraits gehen wir diesen Fragen auf die Spur und finden außergewöhnliche Antworten:

 

Christina Gröbmayr - Bezirksverein für Soziale Rechtspflege, Freiburg 

Christina Gröbmayr wurde vor wenigen Wochen frisch in den Vorsitz des Vereins gewählt, der sich für die Wiedereingliederung von Haftentlassenen in die Gesellschaft einsetzt.

Uns hat neugierig gemacht, wie eine junge Frau, die als Juristin beruflich mehr als eingespannt ist, zu dem Amt - das sie voller Freude und mit unbeschreiblich viel Herzblut ausfüllt - kommt?

„Zu Schulzeiten, in der Vorbereitung für mein Englisch-Abi, habe ich die Kriminalromane des US-amerikanischen Autors John Grisham gelesen“, erzählt Tina Gröbmayr. Insbesondere das Buch „The Street Lawyer“ (dt. „Der Verrat“) hat Tina Gröbmayr nicht mehr losgelassen. „Ich habe schließlich Jura studiert, um ein wirkungsvolles Instrumentarium an die Hand zu bekommen, um Menschen, die wegen ihrer persönlichen Schicksale kaum Möglichkeiten zur Rechtsdurchsetzung haben, zu ihrem Recht zu verhelfen“. Gerade der sozialkritische Ansatz, der die Romane von John Grisham auszeichnet, hat Tina Gröbmayr beeindruckt und geprägt. „Ich habe allerdings auch erkannt, dass das juristische Instrumentarium nicht ausreicht, um wirklich nachhaltige Unterstützung in allen Bereichen zu geben.“

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Vor 11 Jahren, als Tina Gröbmayr im dritten Semester war, lernte sie dann die Anlaufstelle für Haftentlassene auf dem Sommerfest des Trägervereins, für den sie sich seitdem engagiert, kennen. „An dem dortigen Infostand habe ich erkannt, dass deren Arbeit genau die notwendige Ergänzung ist, ohne die unser Rechtssystem nicht funktionieren kann. Die Menschen dort waren zudem unglaublich offen und herzlich, so dass ich die Möglichkeit, dort ein Praktikum zu machen, begeistert wahrnahm und seither nicht mehr losgekommen bin“. Seitdem gehört Tina Gröbmayrs Engagement zu ihrem Leben dazu. Was sagen ihre Freunde dazu? „Früher wurde ich wirklich sehr schräg angeschaut. Mittlerweile können sich auch meine Freunde mich nicht mehr ohne mein Wirken im Verein vorstellen“.

2016 Freiburg packt an 2

Wir als Schmid Stiftung freuen uns, dass wir Tina Gröbmayr und auch ihre Vereinskollegen/Innen bei dem noch frischen Übergang von Vorstandsarbeit in den Vorsitz unterstützen durften. Tina Gröbmayr hat beim OE-Forum im März 2017 wertvolle Impulse erhalten, die sie nicht zuletzt durch die Begleitung von Dialogpartner Rainer Niederee gut umsetzen können.

„Uns ist es gelungen, den ehemaligen Amtsinhaber mit einem wunderschönen und würdevollen Fest zu verabschieden. Nun stehen Herausforderungen an, wie die anstehende Arbeit gut verteilt werden kann.“

Dass Tina Gröbmayr mit diesem Thema nicht alleine ist, haben wir in unserer Stiftungsarbeit häufig feststellen müssen: Viele Ehrenämter wurden in der Vergangenheit nicht selten an Stelle eines Berufes ausgeführt. Engagieren sich junge Menschen, so steht neben dem freiwilligen Engagement häufig Job und auch Familie.

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